Nein, mein Blog heisst nicht Madlen BÖHME - Was BOHÈME für mich bedeutet

"Madlen BÖHME heißt also ihr Blog..." "Liebe Frau Böhme" " Du heißt Böhme mit Nachname, ne?"

In letzter Zeit häuft sich bei mir irgendwie eins: mein Blogname wird irgendwie falsch interpretiert und ausgesprochen...kein großes Drama und absolutes first world problem...aber trotzdem nervt es mich. Selbst wenn große Brands, mit denen ich zusammenarbeite, mich energisch Madlen Böhme nennen.

Keine Ahnung was an dem Wort Bohéme so aussergewöhnlich ist? Wird doch Boho und Bohème mittlerweile inflationär in verschiedensten Bereiche benutzt ;) Und eigentlich denkt man auch, das er Akzent über dem E aus OHE kein Ö macht ha ha ha. Naja lange Rede kurzer Sinn:

Liebe Blogleser, Freunde, Kooperationspartner: es heißt Madlen BoHäääm [boˈɛːm] . Und ich hab mir bei dem Namen auch was gedacht. 

What BOHEME means to me!

Wikipedia sagt:

"Der Begriff „Bohème“ leitet sich u.a. von der französischen Bezeichnung „Bohemien“ (ab dem 15. Jahrhundert) für die aus Böhmen kommenden Roma ab. Der Charakter der Herkunftsbezeichnung verlor sich im Französischen wie im Deutschen, so dass „Bohemien“ zu einer Bezeichnung unordentlicher, liederlicher Sitten bzw. für die Lebensart in Künstlerkreisen wurde und sich nicht mehr auf die ethnische Zugehörigkeit bezog."

Der Begriff stammt also aus Böhmen, welches neben dem Großteil tschechischer auch deutsche Territorien beinhaltete. Aus dem Sudetenland, welches auch zu Böhmen zählt, stammt mein Opa, Prag war die Hauptstadt dieses historischen Gebiets und ist bis heute eine meiner Lieblingsstände. Als ich mit 13 Jahren die tschechische Hauptstadt zum aller ersten Mal besuchte, bin ich auch mit dem Begriff Bohemia erstmals in Berührung gekommen. Er hat mir gefallen, beinhaltete er doch territorial die Künstler die ich so liebe: Alphonse Much, Kafka... aber auch in der Selbstbezeichnung gab es vor allem im Paris der Jahrhundertwende viele Künstler, welche sich mit diesem Begriff schmückten oder sich zugehörig fühlten: E.T.A Hoffmann, Frank Wedekind, Arthur Rimbaud. 

Der Boho ist in Zeiten des kapitalistischen Ausverkaufs von Festivals wie dem Coachella, mittlerweile so etwas wie der neue Hipster. Völlig ok, aber in meinem Fall keine Modeerscheinung.  Ich werde diesen Begriff und meine eigene persönliche Bedeutung auch über die Modetrends hinaustragen.  Und apropos: meine Nachname ist ganz unspektakulär Graf :D

Einen weiteren Artikel über das Thema, habe ich bereits im letzten Jahr verfasst:

Der Boho ist der neue Hipster? - Warum der Begriff Bohéme so faszinierend für uns ist!

In diesem Sinne: Happy Sunday.

Liebst,

Madlén Bohéme

THE WILDE IS CALLING - Warum wandern minimalistisch ist

Ich bin krank, doofe Erkältung und finde mich grad ganz mimimimimii...was da hilft? An was Schönes denken...wie an den kleinen Wanderausflug, den ich mit Muttern am Karfreitag unternommen habe.

Habt ihr schon Angst, dass ihr jetzt nur noch mit Wanderlust Posts zugespamt werdet? Ha ha...ganz so schlimm wird es nicht, aber Leidenschaft ist Leidenschaft, auch wenn noch relativ neu entdeckt.

Aber zurück: wir haben das relativ gute Wetter genutzt, unseren Rucksack mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gepackt und sind los. Mit dem Auto 10 Minuten und ab zur Talsperre Pöhl. Rund ums Gewässer tummeln sich nämlich mächtig viele Optionen für große und kleine Kraxler. Ob Mühle, Brücke, Lichtung oder reißende Bäche, auf einer Strecke von ein paar Kilometern bekommt man das volle Programm...herrlich sag ich Euch, inklusive selbst gebasteltem Blumenkranz.

Finding Waldo äähm Madlen ha ha

Finding Waldo äähm Madlen ha ha

Minimalismus und Wandern

Wie ich bereits in einem anderen Post erläutert habe, möchte ich gerne minimalistischer leben, mich befreien. Minimalismus ist für mich eine Lebenseinstellung, welche sich nicht nur, aber vor allem auch auf Konsum bezieht. Und das sag gerade ich, die am liebsten jede Woche früher die Kaufhäuser leergeräumt hätte. 

Minimalismus bedeutet Einfachheit, Wertschätzung, Besinnung und Achtsamkeit. Und genau das findet man beim Wandern. Die Natur gehört (zum Glück) uns allen, wandern ist kostenlos, gesund, man bewegt sich, genießt die Natur,...es ist heilsam, erfrischend und man brauch nicht viel. Ein paar ordentliche Schuhe, wetterfeste Kleidung und los. Das muss keine teure Outdoor-Klamotte sein (so lange man nicht vor hat ne alpine Wanderung über 3 Wochen zu machen oder den Jakobsweg bestreiten will) und einfache Strecken schafft man auch locker in Turnschuhen.

weiblicher Holzfäller-Look ;)

It's all about pottery - Emaille Liebe <3

It's all about pottery - Emaille Liebe <3

Insgesamt sind wir vier Stunden umhergelaufen, haben uns in die Sonne gelegt, Kränze gebastelt und über Gott und die Welt philosophiert. Was ich unglaublich schön finde ist: wenn man draußen ist und sich bewegt hat, schmeckt einem das Essen irgendwie noch tausend Mal besser. Selten hat mich ein Kaffee und ein einfaches Stück Kuchen so happy gemacht wie letzte Woche. Außerdem gibt es nichts schöneres, als richtige müde, vollgepumpt mit frischer Luft und der Sonne im Herzen abends einzuschlafen. Oder? Wann ging es Euch das letzte Mal so?

Muddi

Muddi

Zum Thema Minimalismus habe ich übrigens am Wochenende eine super tolle Doku auf Netflix geschaut, welche sich Minimalism nennt. Die zwei Protagonisten könnt ihr aber auch bei einem ihrer TEDX Talks bestaunen.

In diesem Sinne: happy hiking.

Liebst,

Madlén Bohéme

Oh so Bukarest City Guide PART I - Einmal Walachei und zurück

Auch wenn mein Bukarest Trip schon ein paar Wochen her ist, möchte ich es nicht versäumen Euch mit Bildern und massenhaft Eindrücken zu zuspammen. Nach Rumänien zu reisen war für mich ein kleiner Traum in den letzten Jahren.

Warum? Keine Ahnung, zu manchen Ländern hat man eben irgendwie eine Verbindung. Warum auch immer. Natürlich ist eine Hauptstadt nie stellvertretend für die Vielfalt eines ganzen Landes...stellt Euch mal vor alle Berlin Touristen würden denken: oha, dass ist also Deutschland...na gute Nacht Marie (sorry liebe Hauptstadt, aber mein Herz hast du leider nicht). 

Lange Rede, kurzer Sinn: Bukarest war super toll, rauh, golden, groß, süß und salzig, im Aufbruch und vor allem eins: politisch. Ich komme wieder, keine Frage, doch das nächste Mal will ich von der Walachei aus gern deine grünen Ecken, von Baia Mare bis Constanta kennenlernen. Denn was ich festgestellt habe, ist vor allem eins: im europäischen Kontext wird Rumänien vollkommen unterschätzt!

Russisch-Orthodoxe Kirche Bukarest

Russisch-Orthodoxe Kirche Bukarest

"Du willst nach Bukarest, wieso das denn?" Sicherlich die am häufigsten gestellte Frage, die Anne (meine Freundin) und ich vor unserer Abreise gestellt bekommen haben. Meine Antwort darauf: "Warum nicht, was weisst du denn über Rumänien? "...in der Regel folgte dann ein Achselzucken. Traurig aber wahr, gern wurde aber auch in einem Atemzug von den Rumänen als Roma's gesprochen. Das diese bloße Nationalität nichts mit den Roma's als Bevölkerungsgruppe und ethnischer Minderheit zu tun hat, wissen die wenigsten. Doch bis vor einigen Jahren, gehörten knapp 10% der Rumänen dieser Gruppe an...doch das ist eine andere (super spannende) Geschichte.

In meinem ersten Teil meines kleinen Bukarest Guide's möchte ich Euch vor allem mit den aaallerwichtigsten Punkten jeder Reise versorgen: Wher- to- eat und natürlich Sightseeing. 

ESSEN & TRINKEN

The Urbanist

The Urbanist

Essen und Trinken kann man meiner Meinung nach eigentlich fast an jeder Ecke ganz gut. Die typische rumänische Küche im klassischen Sinne gibt es nicht, bzw. orientiert sie sich stark an traditionellen Speisen wie sie auch in Polen, Tschechien oder Kroatien zu finden sind. Viel Fleisch (vor allem Schwein und Hack), Kraut, Polenta (das fande ich wiederum interessant, passt aber ziemlich gut, da Rumänisch dem Italienischen sehr ähnlich ist), Sauerrahm all over (wirklich üüüüüber all ;) und eine bemerkenswerte Kaffeekultur. 

THE URBANIST

Das schöne Hipster-Café "The Urbanist", war bis vor kurzem noch ein reiner Streetwear-Store, der sich nun mit einem Coffee-Shop gepaart hat. Ziemlich schöne Location, viele Pflanzen (i like) und sehr geiler Kaffee bilden eine gute Gemeinschaft. Typisch rumänisch ist es nicht, aber sehr stylish. 

COFFEE SHOPS

Generell gibt es (wie übrigens auch Bücherläden und Apotheken), an jeder Ecke ziemlich stylishe Kaffee-Buden in den ihr Euch die Füße, nach einem Gewaltmarsch durch die Stadt, (über 2 Mio. Rumänen leben hier auf 228 Quadratkilometer) vertreten könnt.

Rumänische Küche

Wie bereits erwähnt ist diese anderen ost-südosteuropäischen Ländern sehr ähnlich. Ein Muss sind aber Sarmale (Kohlrouladen), Mici (Hackfleischröllchen), Papanasi (frittierter süßer Quarkknödel) und generell alles aus oder mit Auberginen. Man kann aber auch überall gut Piroggen oder Soljanka essen ;)

Sarmale im Caru Cu Bere

Sarmale im Caru Cu Bere

Kraut 4 ever

Kraut 4 ever

Pie <3

Pie <3

Weitere unschlagbare Restaurant-Tipps:

FREE WALKING TOUR

Was ich bisher bei jedem Städtetrip in den letzten Jahren unternommen habe sind : Free Walking Tours. Ich hab Euch bei diesen beiden (Krakau & Ljubljana) Reiseberichten bereits davon erzählt. 

Dabei handelt es sich um auf freiwilliger Spendenbasis stattfindende Stadtführungen, welche in der Regel auf Englisch sind. Das Tolle daran ist, dass sie immer von Locals durchgeführt werden. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht, auch hier. Unsere Tour war trotz einer Dauer von 3 Stunden nicht eine Sekunde langweilig, das Publikum offen und international. Im Schnitt gibt jeder Gast 5-10€ Spende. 

Unser Guide

Unser Guide

Das Wunderbare an so einer Tour ist, dass man sofort einen (oft alternativen) Überblick über die Stadt bekommt und sich von da aus dann orientieren kann. In Bukarest fand ich das besonders hilfreich, da die Stadt einfach so groß ist, dass ich mich ehrlich gesagt manchmal schlecht orientieren konnte (ist mir bisher selten passiert). Generell gibt es super viel zu entdecken. 

Vor allem Kirchen findet man (trotz des Ceaușescu Regimes) an vielen Ecken. Das Land ist größtenteils rumänisch-orthodoxen Glaubens und auch wenn es Prunkbauten sind, ich liebe orthodoxe Kirchen...

Das Foto der beiden Nonnen ist in einem kleinen Kloster aufgenommen, welches hinter sowjetischen Bauten versteckt wurde. Es ist in der lauten Stadt ein kleines Einod...das Bild mit den beiden Nonnen, welche besonnen sie Fenster reinigten finde ich so einprägsam. Sie sehen aus wie "Gefangene" und durch ihre schwarze Kleidung sind nur ihre Hände und das Gesicht zu sehen...ich fand das irgendwie surreal.

Universitätplatz

Universitätplatz

Parlamentspalast

Parlamentspalast

Das war der erste kleine Eindruck...im zweiten Teil erzähl ich von den Kosten und der Unterkunft unserer Reise, sowie einem besonderen Museum, der zweiten Walking-Tour und es wird vor allem eins: bunt.

Happy Easter

Madlén Bohéme

PS: das orthodoxe Ostern wird nach einem anderen Kalender berechnet als das westliche. Wusstet ihr das?

Motivation - Minimalismus: buy less, experience and care more!

Manchmal stecken wir fest, wollen etwas verändern, weil wir das Gefühl haben, dass dadurch unser Leben besser wird. Eventuell mehr sparen oder Sport treiben? Klingt super, aber ganz oft fehlt sie uns eben, die

Motivation: Was ist das Eigentlich??

Motivation: the process of feeling strong ambition towards achieving something.

Motivation ist also dadurch bestimmt, dass ich ein bestimmtes Ziel erreichen will. Das kann ein Studienabschluss, ein Hobby, das Erlernen von etwas Neuem sein. Sie setzt also voraus, dass ich etwas erschaffen will...daran orientieren sich dann meine Taten. 

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