What really matters...ein Jahresrückblick über das Ausmisten, loslassen und behalten!

Das Ende des Jahres naht,  heute ist Totensonntag, einer meiner liebsten Feiertage...warum? Weil er zeigt wie kostbar und eben begrenzt das Leben ist. Und zu jedem Jahresende, irgendwo zwischen Weihnachtszeit und Unternächte, da sitze ich da, atme einmal tief durch und schaue auf die letzten Monate. 

Jedes Jahr auf Neue denke ich mir: was für eine Zeit. Ja wir lernen immer dazu, machen Fehler, treffen Entscheidungen, lieben uns, trennen uns...durchleben Hochgefühle, Verliebtheit aber auch Ohnmacht und Schmerz. Das ist eben das Leben. Diese Jahr habe ich besonders eins getan: Losgelassen und ausgemistet. 

Ich habe endlich die Uni beendet, einen (wirklich) tollen Job begonnen und vor allem in den letzten Wochen privat einige krasse Veränderungen durchlebt (und dabei meine ich nicht meine neue Haarfarbe ;). 

Gerade diese neuen Abschnitte lassen einen innehalten. Nach all dem Stress der letzten Wochen gibt es diesen Augenblick, in dem du wahrnimmst was für dich zählt. Was wirklich von Bedeutung ist, was dir Halt, Kraft und Ruhe bringt. Viele Menschen kommen und gehen in so einem Jahr. Man sollte neue Wegbegleiter herzlich empfangen, aber auch gehen lassen wenn sie es nicht verdient haben. Doch vor allem sollte man sich bei denen bedanken, welche für einen seit langer Zeit von großer Bedeutung sind. Bei denen, die dich lieben aber dir auch in den Hintern treten können. Das ist vor allem meine Familie und eine Handvoll lieber Freunde, die mir beistehen, mit mir lachen aber auch weinen können. Freunde bei denen ich mich zu Hause fühle, weil sie mein zu Hause sind. Und das sollte ich ihnen viel öfter sagen. 

Es ist außerdem einfach schön zu wissen, dass man eine Familie hat, die einen unterstützt und Flügel zum fliegen gibt, auch wenn sie dabei selbst manchmal Angst oder vielleicht Bauchschmerzen dabei hat. Denn zu meinem eigenen Befreiungsakt gehört auch eins: Verantwortung übernehmen. Für mich, meine Lebensgestaltung, mein Handeln und meine Umwelt. Nur ICH selbst bin in der Lage Dinge zu ändern und kann niemand anderen für meine Unfehlbarkeit verantwortlich machen. Wir haben jeden Tag die Wahl. Das ist etwas ziemlich tolles und bedeutet aber eben auch, dass ich ehrlich sein muss. Vor allem zu mir selbst.

Ehrlichkeit ist ein Gut, dass wehtun kann und unbequem ist, aber vor allem immer eins: Befreiung/innere Freiheit. In jeder Lebenslage ist sie meiner Meinung nach angebracht. Denn jedes Mal, wenn wir uns selbst übergehen, faule Kompromisse machen...andere belügen, büßen wir ein Stück von uns selbst und unser Authentizität ein. Nur für was? Falsche Anerkennung? Dann lieber lernen auch mal Nein zu sagen. 

Und trotzdem machen wir immer wieder Fehler, haben alle unsere gesunden und ungesunden Muster, Strukturen aus denen wir uns mal mehr und mal weniger lösen können.

Wir gehen in einem Jahr manchmal erst etliche Schritte zurück, um dann mit einem gewaltigen Anlauf und einem Energieschub loszuspringen, andere zu überholen um schließlich unser normales Tempo zu finden. Oder auch mal eine Rast einzunehmen. Leben heißt ja angeblich Gegensätze tanzen.

Und das habe ich vor: ich tanze ins neue Jahr...mit dem Mund voll Lebkuchen, dem Gesicht voll Glitzer und dem Herzen voll Hoffnung.

adlén Bohéme

Danke an Kristian Scheffler für die wunderbaren Fotos :)

Das Traumkleid ist von Gracy Q.

Die Visa von Lisagie.