ST. EILEN - Mit klarem Blick durchs neue Jahr

Hallo again und herzlich willkommen zum ersten Blogbeitrag 2017.

Nach einer wohlverdienten kleinen Pause, sitze ich wieder stramm vor dem Laptop und habe ein kleines "ich hab grad keine Lust zu schreiben" - Tief überwunden. Aber auch das ist manchmal sehr nötig um dann neuen Mutes und voller wieder gewonnener Leidenschaft zur Arbeit/ dem Hobby zurückzukehren. Und nein: heute kommt kein klassischer "in diesem Jahr ändere ich alles" Post. Im Gegenteil, ich will Euch eher mitteilen was sich alles bewährt hat und was ich auf jeden Fall beibehalten will. Aber dazu später mehr. 

Um etwas anderes Bewährtes: nämlich im wahrsten Sinne des Wortes: der Blick aufs Wesentliche und um Durchblick soll es in den kommenden Zeilen gehen. Denn ich möchte Euch gerne das Leipziger Brillen Label St. Eilen vorstellen. Warum? Na weil ich seit ca. 16 Jahren selbst sehbehindert (und das meine ich bei -5 Dioptrien ganz ernst) bin. Jeder von Euch der sich selbst mit solch einer Sehschwäche herumtreibt weiß, dass Brillen in dieser Stärke oft wie aus Aschenbecherglas daher kommen, alles andere als schön und irgendwie auch unpraktisch sind. Der Griff zu Kontaktlinsen liegt nahe...aber eine Brille ist ja irgendwie auch ein schönes Accessoires. Das dumme an Accessoires ist jedoch das man immer mit der Mode, Trends und gewissen Stilen gehen will, das ist wie bei Modeschmuck. Man hat die Qual der Wahl und in der Regel nur kurz Freude daran.

Brillen als Accessoires? 

Brillen gehören eben auch leider dank gewisser Brands auch immer mehr zur "Fast" - Ware und das bei mangelnder Qualität, obwohl es hier immer noch um die Augen geht...aber  lange Rede kurzer Sinn. 

Der Weg zum Optiker ist somit oft wie der zum Supermarkt: wir stehen vor einer schier unendlichen Auswahl an Möglichkeiten und Preisen und keiner weiß so richtig: wo kommt das Produkt her? Aus was ist es gemacht und was kann es?

Habt ihr Euch schon mal gefragt wer Eure Brillengestelle eigentlich produziert? Nicht? Ich mich bis vor kurzem auch nicht...doch das ist ein Recht spannendes Thema. 

Der Max hinter ST. EILEN

Aber zurück zu St. Eilen. Das Label wurde vom Leipziger Max gegründet, seines Zeichen Augenoptikermeister und Mensch der sich Fragen über den Sinn seiner Tätigkeit stellt. Nach vielen Berufsjahren und verschiedensten Stationen war der Wunsch nach Selbstständigkeit und einem authentischen sowie transparenten Produkt groß. Ein Laden mit großem Kredit und noch größerem Risiko kam nicht in Frage und passt irgendwie auch nicht zu dem großen Mann, mit der tiefenentspannten Aura. Dafür aber ein Atelier im Neubaublock mitten in der Stadt, welches zum persönlichen ST. Eilen-Date in der 12. Etage über den Dächern von Leipzig einlädt. Betonwände, großer Holztisch und Spiegel, lecker Kaffee und Max warten schon. Man fühlt sich eher wie in einem Wohnzimmer, kein künstliches Licht, kein Hosenanzug. Es geht um die Sache. Die Brille. Und da diese im Vordergrund steht. gibt es auch "nur" drei Modelle.

MAX

MAX

Die Gestelle - Reduktion aufs Wesentliche oder "Eine für Alle(s)

NO 1

NO 2

NO 2+

Reduktion und wirklich der "Blick aufs Wesentliche" sind das Credo von Max. Du hast die Auswahl zwischen zwei Gestellen, ganz simpel Nummer eins und zwei genannt, wobei es die Nummer zwei noch in der + , also größeren Variante gibt. St. Eilen verspricht: jeder findet hier seine Brille...eine doch ziemlich vielfältige Auswahl gibt es außerdem bei der Farbwahl. Egal ob Klarsicht oder Sonnenbrille oder eine die alles kann...Ich finde den Gedanken sehr toll, ein so alltägliches und wichtiges Produkt, so aufs Wesentliche heruntergebrochen, zu produzieren und doch nichts an der Qualität oder dem Design einbüßen zu müssen. Das macht für mich wirkliches Design aus.

Die Brillen sind außerdem alle fair in Deutschland produziert. Das hier verwendete Zelluloseacetat stammt aus Italien. Wenn du mehr über die Story erfahren möchtest, dann klick doch mal hier.

Na schon mal so einen Sticker in Leipzig gefunden? Schau dich mal um!

Na schon mal so einen Sticker in Leipzig gefunden? Schau dich mal um!

Das Lederfutteral - Reste der Autonomobilindustrie

Nachhaltig sind auch die schönen Lederfutterale, die du mit deiner Brille bekommst. Sie sind aus Lederresten aus der Automobilbranche hergestellt und auch in vielen Farben vorhanden. 

Warum aber St. Eilen? Wegen MC FITTI :D

Ich finde man sollte Max alleine schon wegen seiner speziellen Art, seinem Blick auf die Dinge und (den meist vorhandenen Kuchen) Kaffee einen Besuch abstatten. Sich einfach mal unterhalten. Ich freue mich einfach, jetzt eine Brille zu haben, die zu mir und zu allem passt. Außerdem war ich sehr von seinem Handwerk überzeugt, denn in der Regel hatte ich immer so einige Probleme gehabt, wenn ich eine neue Brille (mit neuer Sehstärke) bekam. Zusätzlich unterstützt ihr regionales und faires Handwerk. Diese einzelnen Punkte, sind außerdem welche die ich mir verstärkt für dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben habe. Ich weiss es ist nicht immer so leicht das umzusetzen, aber es fängt mit kleinen Schritten an: wie eben beim Brillenkauf.

Und wenn ihr Euch selbst vorab ein (Brillen)- Bild machen möchtet: wie wärs denn mit mit einem Blick auf Max Instagram Profil (immer einen Besuch wert...oder das von MC FITTI...der trägt auch St. Eilen) oder ihr wagt eurer eigenes Papier-Experiment. Wie das funktioniert? Einfach dem Link folgen, Papierbrillen ausschneiden und dein Lieblingsmodell finden!

Ein großes Dankeschön and Max für die tolle Brille und die großartige Sophia Molek für die wunderbaren Fotos. 

PS: der schwarze Sweater, welchen ich auf den Bildern trage, ist übrigens vom Hamburger Fair Fashion Label Jan' n June ...ein Post folgt.