Innere Einkehr - Wie geht es für MICH weiter?

Sommer…endlich!!! Mein Vitamin D Haushalt ist so langsam wieder aufgefüllt, auch wenn kongruent dazu meine Motivation, mich weiter meiner Masterarbeit hinzugeben stark abfällt. Sonnenschein und schönes Wetter passen aber auch so gar nicht mit Leistungsstreben zusammen. Dafür aber umso besser mit Jumpsuits und Overalls. Flott reingeschlüpft ist man sofort angezogen, auch wenn die Kellerbräune noch nicht ganz verdrängt wurde. Aber hey: who cares?!

Die letzten Tage habe ich im wunderschönen Vogtland verbracht und die Natur genossen…ich liebe es dort einfach. Es ist so schön hügelig, gemütlich und irgendwie authentisch ist. Außerdem gibt es nix besseres als mit Mutti spazieren zu gehen und über das Leben zu philosophieren und vor allem noch eins: Ruhe geniessen und stille Einkehr. Macht man eigentlich viel zu selten, doch vor allem die Zeit mit sich selbst, ist so wertvoll. Man sollte sich viel öfter Gelegenheiten schaffen, um in sich hineinzuhorchen und zu fragen: wo stehe ich gerade in meinem Leben? Läuft alles so, wie ich es mir wünsche und was könnte ich verändern, um eventuelle Probleme zu lösen oder Unklarheiten zu beseitigen? Klingt zwar bisschen nach Lebensberatungs-Buch, hat aber durchaus seine Wichtigkeit. Gerade wenn man wie ich kurz vor einem neuen Lebensabschnitt steht, das (Master) Studium neigt sich dem Ende hin und es keimt immer wieder ein und dieselbe Frage auf: WIE GEHT ES FÜR MICH WEITER? WAS WILL ICH?

Obwohl ich neben dem Studium schon immer sehr viel gearbeitet habe, ist es jetzt doch irgendwie anders. Man weiss einfach, dass die kommende Tätigkeit einen großen Teil des Alltags, des Lebens einnehmen wird. Umso mehr möchte ich mir einen Plan, einen Entwurf davon machen, wie ich überhaupt leben und arbeiten will. Kennt ihr das? Man will sich irgendwie an eine vermeintliche Sicherheit krallen und doch irgendwie frei sein... Vor allem, wenn man wie ich ein geisteswissenschaftliches Studium gemacht hat, scheint irgendwie danach alles aber irgendwie auch nichts möglich zu sein.

Für mich steht aber eins ganz klar fest: dass ich keinen 40 Stunden Job machen will, um genügend Zeit zu haben. Kein Geld der Welt kann dir Zeit ersetzen. Ich will diese aber haben! Für mich, für meine Mitmenschen, für meinen Blog, für Projekte und vor allem um meine Akkus aufzuladen. 

Was bleibt mir also übrig? Ich glaube, man muss auch in dieser Phase des Lebens Dinge einfach ausprobieren. Sich einfach bewerben und schauen ob es passt. Sich überprüfen und auf die eigene Stimme hören. Je mehr man weiss was man will und vor allem was man nicht will, desto deutlicher wird auch das Bild was man von sich selbst hat und vor allem: Wer man selbst ist.

In diesem Sinne.

Madlén Bohéme