Part II Europatrip 2016 #Venedig - Von AirBnB Unterkünften, Massentourismus, Low-Budget-Reisen und Städtetrip-Outfits

Und weiter gehts mit dem zweiten Stop unserer Reise…nachdem wir in Wien die ersten Tage unseres kleinen Abenteuers verbracht hatten, ging es knapp 600 Kilometer weiter Richtung Venedig. 2008 bin ich schon einmal für ein paar Stunden in der Lagungenstadt gewesen und da wir eh weiter nach Kroatien wollten, lag dieser vielbeschriebene Ort auch auf unserer Route. Zu Recht.

Doch bevor ich loslege vielleicht noch ein paar Hardfacts & Tipps zu unserer Reise an sich:

  • wir sind nur in AirBnB Unterkünften abgestiegen, was sich mehr als bewährt hat (für ingesamt 8 Nächte haben wir jeweils nur 175€ bezahlt -> ich bin ein wahrer Meister im Low Budget Reisen)
  • wir sind die knapp 2500 km nur mit meinem 10 Jahre alten Skoda Fabia gefahren (der wurde natürlich vorab nochmal kurz zum Auto-Arzt gebracht um zu checken ob er und wir die Reise auch überleben…aber hey irgendwas kann immer passieren) und haben unterwegs auch Leute über BlaBlaCar mitgenommen,
  • getankt haben wir immer in den günstigsten Ländern auf unserer Tour, das waren vor allem Tschechien und Slowenien (Kroatien hat ähnliche Preise), mit Abstand am teuersten ist Benzin in Italien,
  • geht vor Ort immer in die Restaurants wo Einheimische sitzen und lasst Euch von Euren AirBnB Gastgebern Tipss geben…dort gibt es garantiert authentisches Food und vor allem niedrigere Preise,
  • wir haben in der Regel selbst gekocht und vor allem frisches und regionales Obst und Gemüse genossen, dass man am besten auf den Märkten vor Ort kauft,
  • als Veganer/Veggie hat man es nicht immer leicht und günstig, eine Hafermilch kostet in Kroatien bei Kaufland schon mal so 3 €.

Aber zurück zu Venedig. Wir sind nicht direkt in einer Unterkunft in der Stadt abgestiegen, sondern etwas außerhalb, nämlich in Mira, was nur 25 Min. mit dem Bus von der Innenstadt entfernt ist. Damit haben wir uns die nicht vorhandene und vor allem überteuerte Parksituation erspart. Die Busfahrt Hin-und Zurück hat nur 5,60€ gekostet.

Zur Unterkunft

Venedig war meine erste AirBnB Erfahrung und ich bin davon echt überzeugt. Wir hatten ein eigenes Zimmer mit Bad in einem ruhig gelegen idyllischen Haus bei einer italienischen Familie. Der Sohn hat das Quartier in seiner eigenen Wohnung vermietet. Es hat alles super funktioniert, obwohl er wohl mit Abstand der schrulligste unserer Gastgeber war und das Bett am unbequemsten, da die Matratze schon 30 (!!!) Jahre auf dem Buckel hatte. Um seine etwas spezielle Art zu erklären: man durfte partout bei ihm nicht selbst abspülen, wenn man nur Anstalten dazu gemacht hat, kam er direkt angerannt und hat einen böse angeschaut. Er war außerdem Maler und Übersetzer für sog. Coming-of-Age Romane über Künstler, die sich Halluzinogene einwerfen und dann Texte darüber schrieben…warum nicht ne. ;)

What to wear - Städtetrip:

Was also anziehen bei so einem Städtetrip? Der wohl aller allerwichtigste Tipp ist: bequeme Schuhe, da man so ungefähr 2397470588905 km an einem Tag läuft, vor allem über Brücken (Venedig halt), alte Straßen und Kopfsteinpflaster. Ich hab meine veganen Espadrilles von Peta getragen und es nicht bereut. Wenn das Wetter etwas gemischt ist, dann rate ich zu einem klassichen Zwiebel-Look bei dem man immer mal ein Jäckchen oder eine Pulli aus-oder anziehen kann. Da ich mich an dem Tag sehr nach italienischer Dolce Vita oder nach „la dolce far niente" (wer EatPrayLove gesehen hat weiß was ich meine) gefühlt habe, mussten ganz Diva-Like ein Kopftuch und rote Lippen her. Auch eine große Handtasche hat sich bewährt, um Wasserflaschen und kleine Souvenirs verstauen zu können.

Was sagt ihr zu dem Look und was tragt ihr auf einem Städtetrip?

Beeing a tourist (Food-Shopping-Sightseeing)

Eigentlich suche ich mir vor einem Trip immer irgendwelche Spots aus, die ich gerne sehen möchte. Nicht so auf dieser Reise und auch schon gar nicht in Venedig. Warum? Wir hatten nur einen ganzen Tag vor Ort und die Stadt an sich ist ein eigenes „Museum“. Das beste was man machen kann: einfach loslassen und sich treiben lassen. Irgendwann kommt man eh am Markus-Platz an. Da wir mit dem Bus ankamen, sind wir vom Piazzale Roma gestartet. 

Das ist meiner Meinung nach die beste Option in Venedig anzukommen, denn von hier aus kommt man in die Bereiche der Stadtm wo das Essen und auch Produkte wie Handtaschen oder Schmuck um einiges günstiger sind. Je näher ihr also an touristische Hotspots kommt, desto ungemütlicher und stressiger wird es eigentlich. Als wir die ersten drei Brücken und 10 kleinen Gassen genommen hatten, dachte ich mir das man sich in dem Labyrinth der Stadt niemals zurecht finden, geschweige denn den Weg zum Bus zurückfinden wird. Dafür haben sich aber die Italiener etwas tolles einfallen lassen: an jeder „Kreuzung“ sind an den Häuser Wegweiser geschrieben, welche entweder die Richtung zum San Marco oder der Piazzale Roma anzeigen…also alles ganz easy. 

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Danach haben uns dann einfach nur noch treiben lassen…massenhaft Espresso getrunken, Pasta gefuttert und eben „la dolce far niente“ genossen: das süße Nichts-Tun.

Habt ein schönes Wochenende!

Liebst,

Madlén Bohéme