Happy Birthday to me - getting fucking incredible 29 years young

Alter ist wie Schall und Rauch. Eine Zahl, die mehr oder minder große Bedeutung hat. Wir orientieren uns an Alterszahlen wie an Schubladen. Mit 13 bist du Teenager, mit 18 volljährig, ab 27 erwachsen und mit 30 musst du die Vollkrise bekommen oder zumindest Bilanz ziehen und deinen gesellschaftlichen Wert prüfen...irgendwie ziemlicher Bullshit. Deshalb gibt es heute einen Post darüber, warum es großartig ist 29 zu sein ( ihr dürft das Alter übrigens durch jede euch beliebige Zahl ersetzen ;).

Ich hab mich in den letzte Jahren selten an einem Geburtstag so sehr bei mir und selten so gut gefühlt wie jetzt (ich hatte bereits am Freitag). Was genau die Gründe dafür sind habe ich mich gefragt, warum gerade jetzt, hier in...diesem Moment. Ich denke, dass dafür einige ziemlich relevante Gründe verantwortlich sind...nur ein paar seien an dieser Stelle vermerkt.

  1. Vier Jahre Psychotherapie...sagen wir mal so, Selbstreflexion hat generell noch keinem geschadet, vor allem wenn man merkt das man immer wieder dieselben Probleme und Ängste hat. Sobald man anfängt diese zu durchbrechen und sich mit ihnen zu beschäftigen kann man nur weiterkommen, auch wenn es manchmal ein ziemlicher Kampf ist. Jeder Schritt lohnt sich.
  2. Etwas zu Ende bringen oder endlich mal anfangen: für mich war es eine wahre Befreiung endlich nicht mehr zu studieren. So sehr ich diese Zeit genossen hab, alles hat seine Zeit und meine Halbwertzeit war mehr als gekommen. Der ewige Student ist eben auch ewig abhängig und ganz ehrlich: darauf hatte ich keinen Bock mehr, was mich direkt zum nächsten Punkt bringt.
  3. Emotionale und wirtschaftliche Unabhängigkeit oder auch: Erwachsen werden. Ok ok...da heißt jetzt nicht das ich mit Stock im Po und ultra seriös von einem Tag aufs andere durchs Leben rennen wollte. Sondern einfach nur folgendes: nämlich niemanden mehr Rechenschaft ablegen müssen außer mir selbst. Ich bin für mein eigenes Seelenheil aber auch meine Umwelt und mein Portmonee verantwortlich. Der Umzug in meine eigene erste Wohnung war da auch ein ganz ganz wichtiger Schritt: meine Miete, mein Dreck aber vor allem: alles meins; ;)
  4. Bye bye idiots: einer der wohl essentiellsten Punkte, ich hab einfach keine Lust mehr auf Idioten und Energiefresser, sei es innerhalb des Freundeskreis als sonst wo. Wieso soll ich meine Lebenszeit mit Menschen verbringen die mir nicht gut tun? Manchmal muss man sich lösen und trennen, auch nach Jahren, Jahrzehnten oder wie lange auch immer die gemeinsame Reise ging.
  5. Die Kunst ein Egoist zu sein: und damit schließt sich der Kreis. Zu schauen, dass es einem gut geht, hat nix damit zu tun, dass mir das Wohl der anderen Menschen am Arsch vorbei geht. Sondern genau das Gegenteil, erst wenn ich in der Lage bin für mich selbst fürsorglich zu ein, mich dafür zu interessieren was ich benötige (und vor allem sich nicht mehr so sehr zu stressen) dann kann ich auch genau das für meine Mitmenschen tun. Klingt wie aus einem New Age Roman, ist aber wahr. Die große Krux ist daran jedoch: wie komm ich dahin? Ich denke mit Punkten 1. - 4. (in meinem Fall).

Habt alle einen guten Start in die neue Woche!

 

xoxo

Madlén Bohéme