Einmal Übernachten in der HYT (Tiny House) mit mydays

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Outdoor-Liebe und Minimalismus, zwei Dinge welche ich in den letzten Monaten wieder sehr zu schätzen gelernt bzw. kennengelernt habe. Mit meinem Zweitblogprojekt Ohsoboho haben Sarah und ich uns einen Traum erfüllt, der immer wieder nach neuen Abenteuern sucht. Raus, mal schnell weg am Wochenende, da sind 800km nichts. Als mydays mich anschrieb für eine Kooperation, war mir sofort klar, dass ich in der Kategorie "Übernachten mal anders" fündig werden würde. Es sollte ein Erlebnis werden, das mit der Natur in Verbindung steht und was hätte besser passen können als eine Übernachtung in einer HYT (Hütte), einem Tiny House mitten im Bayerischen Wald?

Die HYT - Tiny House

Unsere HYT 

Unsere HYT 

Wer sich mit Minimalismus und dem sog. Cabin Porn der Outdoor Gemeinde beschäftigt, dem sind die kleinen Holzhäuser, in welchen man auf max. 10-15 Quadratmetern lebt wohl bekannt. Die Tiny House (engl- für kleines Haus) Bewegung stammt aus den USA und ist Sinnbild für einen mobilen Lifestyle, fernab von Konsum, Kapitalismus und dem anonymen Leben der Großstädte. Naturerlebnis, die Chance, sein Haus (meist sind diese mit Rädern befestig bzw. schnell versetzbar) an einen anderen Ort zu verfrachten, immer da. Das ist Freiheit und dann doch mehr Heimat als das Wohnmobil. Vielleicht eher eine Mischung aus Wohnmobil und Zirkuswagen. 

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Seit ich das erste Mal davon gelesen habe, wollte ich schon so eine Unterkunft erkunden und am letzten Wochenende war es dann soweit. Rucksack gepackt, mit Hund, Kaffeekanne und Frühstücksbeuteln sind Sarah und ich am Samstag Morgen 7 Uhr in der früh die 400km von Leipzig nach Bernried (Bayern) gedüst. Wir wussten nur: wir schlafen in der HYT auf dem Gelände eines Wildberghofs und es gibt Bier und Brotzeit. Klang super. 

Angekommen, tat sich bei besten Sonnenschein das Panorama der Umgebung und des wundervollen Bio-Bauernhofs auf, auf welchem Hirsche, Rehe, Pferde und Schafe zu Hause sind. Für uns ging es aber zu aller erst in die Hyt, denn die wollte erkundet werden. 

In folgende Bereiche ist das Tiny House aufgeteilt:

Küche/Essbereich

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Der Eingangsbereich ist Esszimmer und Küche in Einem, natürlich mit echten Holzofen (ja, seit gestern kann ich auch Feuer machen) und wie das restliche Haus ansonsten komplett aus Holz, Metall und Glas. Organische Formen, Filzfussboden...Ich denke Henry David Thoreau hätte es hier auch gefallen. Große Panorama-Glasfenster lassen viel Licht und Natur herein (im wahrsten Sinne des Wortes, Feld und Pferdekoppel nebenan).

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Schlafbereich/Stauraum

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Im Anschluss komm man in den Wohnbereich, mit zwei Doppelstockbetten und einem großen Wandschrank für Kleidung, Decken und Co. Gretas Hundekissen fand neben den beiden Betten auch Platz :) 

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Mini Bad mit Toilette und Waschbecken

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Gegenüber vom Wandschrank befand sich auch das kleine Bad. Toilette und ein Waschbecken...fliessend Wasser gibt es dank Wassertank und Strom natürlich auch. Einzige Fehlanzeige: Dusche! Die würde es in meinem Tiny House geben :D Wir durften im Haupthaus des Wildburghof - Buchet uns waschen, war kein Problem. 

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Wandern = Essen

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Sarah und ich haben festgestellt, dass beim Reisen und Wandern vor allem ESSEN unsere Lieblingsbeschäftigung ist. Klar, neue Dinge wollen entdeckt werden und als Hiker muss immer Proviant daher bzw. geht man irgendwo ein, das gehört einfach zusammen.

Wie ihr in meiner Instastory bereits gesehen habt, durften wir uns nach unserer Ankunft eine super leckere Brotzeit schmecken lassen. Der Bio-Hof ist auf Wild spezialisiert, in besagter Qualität, deshalb gab es vor allem Wildsalami und Co. zum Naschen. Ich esse ja i.d.R. nur Fleisch wenn ich auf Reisen bin. Und mal abgesehen von der ethischen Seite muss ich sagen, dass die Tiere auf diesem Hof wirklich sehr sehr toll leben...und ja: das schmeckt man auch. Am Abend haben wir das Restaurant genutzt und Hirsch sowie Rind gegessen, es war leider richtig geil...ach ja und: Bier (Graf Arco) durfte natürlich auch nicht fehlen!

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Die Umgebung - Buchet/Bernried

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Aber mal abgesehen vom Essen und Schlafen ist die Landschaft auch nicht zu verachten. Hügelig, herbstlich und das Vortor zum Bayerischen Wald, besser kann man es nicht beschreiben. Es gibt gute Wanderwege und dank Komoot wird man natürlich schnell fündig. Wir haben es langsam angehen lassen und diesmal ohne Plan die Gegend erkundet. Einfach losgelaufen, mit Hund und Rucksack. Einfachheit, Natur und ein leckeres Essen...mehr braucht es nicht um glücklich zu sein. 

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So plump und ausgelutscht der Spruch "collect moments, not things" ist, so wahr ist er. Sein Geld und seine Zeit in Erfahrungen und Erlebnisse zu investieren macht uns so viel reicher als das 67. Paar Schuhe. Und auch wenn ich (danke an die tolle Kooperation) für dieses Erlebnis kein Geld zahlen musste, weiss ich doch sehr gut wovon ich spreche....Außerdem die Weihnachtszeit steht an ihr Lieben, verschenkt doch Momente, anstatt Dinge <3

In diesem Sinne! Habt alle einen guten Start in die Woche!

Madlén Bohéme 

*In freundlicher Zusammenarbeit mit mydays