Selflove - (Body) Positivity in Höchstform

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Body Positivity ist aktuell in aller Munde. Kaum ein anderer Begriff ziert aktuell so viele Magazin Titel, Blogposts oder Filme. "Embrace", der Film der australischen Fotografin Taryn Brumfitt hat Schlagzeilen in der ganzen weiten Welt gemacht. Frauen hassen ihre Körper, weltweit und nehmen sich vor allem defizitär wahr. Nie schön, schlank, sexy und jung genug. 

Immer im Zwiespalt wann sie die sexy Hure und/oder die mütterliche Heilige spielen sollen.

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Denn anscheinend können wir Frauen nur zwischen diesen beiden Daseinsformen wählen. Hop oder Top. Bodypositivity heißt hier der Lösungsansatz, der mit Selbstliebe auf eine Stufe gestellt wird. Da ist auch sicher was ganz wahres dran. Trotzdem fehlt mir ein großer Ansatz bei der ganzen Thematik, nämlich der, dass die geforderte Positivity erst zu erreichen ist, wenn man Menschen zur Selbstliebe und Mind-Positivity erzieht und das aber auch bitte Geschlechter unabhängig...ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass dank unserer Medien auch Männer einem immer höher werden Druck ausgesetzt sind und auch das sollte bei dieser Diskussion nicht vernachlässigt werden.

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Selbstliebe setzt ein wahres und authentisches Ich voraus. Und dass kann sich selbst durchaus auch in einem Körper befinden, der dem anscheinend einzig vorhandenen Schönheitsideal (was natürlich super sexistisch und undifferenziert dargestellt ist) entspricht oder eben halt auch nicht. Ich denke das muss jeder für sich selbst entscheiden.  

Gesunder Geist = gesunder Körper?!

Ich selbst bin mit fast 30 das aller erste Mal in meinem Leben mit mir als Mensch und meinem Körper D`àccord. Und ich finde, um da mal den griechischen Dichter Juvenal zu zitieren: in einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist" ist eine Redensart, in welcher viel Wahrheit steckt, dass gilt aber auch durch deren Umkehrung: durch einen gesunden Geist kann überhaupt ein gesunder Körper entstehen! Hallo Psychosomatik. 

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Die letzten zehn Jahre meines Lebens habe ich mich lange gehasst, wenn ich in den Spiegel gesehen habe: weil ich MICH nicht gesehen habe. Und das meine ich innerlich wie äußerlich. Ich war weder die dunklen Haare die ich so lange trug, noch bin ich ein unsportlicher Mensch, doch genau das hab ich mir super lange eingeredet.

Je mehr ich durch Therapie, Selbstreflexion und der Arbeit an mir selbst zu mir gefunden habe, umso mehr ist aber auch in mir das Bedürfnis gereift, meinen Körper wie einen Tempel zu behandeln. Ihm gut zu tun, ihn zu pflegen und mir aber auch zu überlegen wer ich für mich sein möchte. Und dazu gehört ein gesunder Körper und FÜR mich persönlich auch ein schlanker trainierter Körper. Ich meine damit keine size zero und keine Bodybuilder Figur, weil für mich das nix mit Gesundheit und Genuss zu tun hat. Aber ich bin auch so ehrlich, dass ich mich selbst mit 40 Kilo auf der Wage nicht wohl fühlen würde...und das ist auch ok.

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Auf was ich hinaus will ist die Mitte. In einer Welt zwischen Germany's Next Topmodell und MTV Shows über Feeder und die dicksten Menschen der Welt, wird irgendwie das wahre Ich und die Mitte vergessen. Die vielen bunten Zwischenstufen in einer Welt die in schwarz und weiss gezeichnet wird.

Diversity heißt nicht in extremen zu denken, sondern zu wissen, dass es jede Bandbreite gibt und jeder so sein darf und soll wie Sie aber auch Er möchte.

So please join the self love club <3

Liebst,

Madlén Bohéme

PS: Thanks Sarah für die wunderbaren und lustigen Fotos <3