Be spiritual - Neumondwünschen 🌙 🌙 🌙

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Spiritualität.

Was nach Selbsthilferatgebern in der Eso Ecke der Buchläden, Räucherstäbchen und Midlife Crisis klingt,ist für mich wichtiger Bestandteil meines Alltags geworden.

Wir leben in einer Welt (vor allem in Europa) in der der Glauben an Religionen eine immer kleinere Rolle in unserem Leben spielt. Sicher gibt es dafür einen Haufen rationale und vor allem historische sowie auch wissenschaftliche Begründungen, die uns vom Glauben im wahrsten Sinne des Wortes haben abfallen lassen. Und das ist bis zu einem Punkt auch gut so. 

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Auf der anderen Seite empfinde ich jedoch auch einen Verlust. Nämlich dass gewisse Rituale, Zeiten der Besinnung und des inneren Dialogs, wie in einem Gebet, uns durchaus wertvolle und schöne Momente schenken können. Ich bin der Meinung, dass der Glaube an uns selbst der Wichtigste ist. Das setzt jedoch voraus, dass ich weiss wer ich bin und wohin ich in meinem Leben will, vor allem was mein Inneres angeht. Wir kreieren mit unseren Gedanken unsere Welt. 

Spiritualität bedeutet für mich keine Verantwortung an eine höhere Macht abzugeben, sondern das Bewusstsein, dass es noch viel mehr auf dieser Welt gibt als mein Ego, dass etwas in und um uns Menschen existiert, dass man nicht in Worte fassen kann und dessen Magie nicht abzustreiten ist. Die Natur ist für mich hier besonders relevant, vor allem die Wirkung des Monds.

DER MOND 🌙

Der Mond hat die Menschen schon immer beeindruckt. Es gibt Mondkalender für die Ernte oder wann der beste Zeitpunkt ist um sich die Haare schneiden zu lassen. Bei Vollmond schlafen wir unruhig, wir romantisieren die Gestirne und die größte Wirkung dieses Himmelskörper, sehen wir tagtäglich an den Stränden dieser Welt: die Gezeiten. Gerade für einen Surfer ist das Zusammenspiel von Mond und Wasser unglaublich bedeutend. So viel zu seiner Wirkung.

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Das Neumondwünschen

Seit drei Monaten praktiziere ich nun schon ein Ritual, dessen Wirkung und Auswirkungen für mich unbestreitbar sind: das Neumondwünschen. Alle 29, 53 Tage gibt es ihn. Eine magische und emotionale Zeit. Heute ist Neumond und die perfekte Gelegenheit für etwas innere Einkehr und ein kleines Ritual. 

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1. Dankbarkeit

Das Neumondwünschen geht eigentlich sehr einfach. Man schafft sich einen Raum der Ruhe und Entspannung, legt vielleicht etwas Musik auf oder verbringt es in kompletter Stille. Man legt sich Stift und Zettel (Computer?) zurecht und schreibt zu allerst alles auf für das man in seinem Leben dankbar ist. Das kann eine Freundschaft sein, der Fakt das man gesund ist, jeden Tag selbst aufstehen kann, laufen kann, in einer Demokratie und in Sicherheit lebt, dass man verreisen darf, etc. Ich finde es gibt unendlich viele  Dinge für die man Dankbarkeit empfinden kann und die NICHT selbstverständlich sind. 

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2. Wünsche formulieren, fühlen

Dankbarkeit zu formulieren stellt bei mir immer ein großes Zufriedenheitsgefühl ein. Im Anschluss daran geht es mit den Wünschen los. Man schreibt 5-10 Punkte auf, die man sich für sein Leben für die nächste Mondphase wünscht. Am besten so detailliert und klar wir möglich: lade die Situation ein, Bestandteil deines Lebens zu werden.

Wünschst du dir eine neuen Job? Dann schreibe genau auf, wie dieser sein soll: was willst du genau machen? Wo? Was sollen die Rahmenbedingungen sein? Was erhoffst du dir von dem neuen Job? Wie wirst du dich fühlen wenn du ihn hast? Welche positiven Veränderungen würden dann in deinem Leben eintreten? Versuche dir ganz genau die gewünschte Situation vorzustellen, erschaffe sie in deiner Gedankenwelt. Da jeder Wunsch sehr detailliert sein soll, würde ich persönlich keine 25 davon aufschreiben.

3. Wünsche vorlesen

Nachdem du in Ruhe deine Wünsche verfasst hast: halte kurz inne, lasse sie nachwirken. Im Anschluss lese sie dir nochmal in Ruhe oder auch laut vor. Du kannst dabei auf den Balkon gehen und den Mond ansehen, in den Wald gehen oder von mir auch aus auf dem Klo durchlesen. Hauptsache du schaffst dir eine Situation in der du dich wohlfühlst.

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Warum kann dieses Ritual funktionieren?

Ich hab diese Praxis bisher drei Mal gemacht und alle Dinge die ich mir aufgeschrieben habe sind in mein Leben getreten. Das soll jetzt kein: du kannst alles schaffen wenn du es dir nur ganz doll wünschst Beitrag werden, denn es geht mir nicht darum sich eine Millionen Euro ganz dolle zu wünschen und dann puff im Lotto zu gewinnen. Es geht vor allem um die inneren Wünsche, um inneren Wachstum und den Glauben (da haben wir es wieder) daran, dass wir uns unsere eigene Welt durch unsere Gedanken erschaffen. Es ist wie mit Ängsten, die finden zu 99% auch in unserem Kopf und Herzen statt. Wenn ich Flugangst habe, dann nicht weil mir einer sagt dass ich sie habe, sondern weil ich die Angst mir selbst mache (ich hatte selbst Flugangst und habe sie  überwunden). Aber zurück zum Thema. Das Neumondwünschen ist ein tolles Ritual zur inneren Einkehr, zum Blick in mein Inneres. Sich Zeit mit einem selbst zu gönnen, sich zu überprüfen und zu reflektieren ist eine tolle und essentielle Sache, die einen weiterbringt. Man tut übrigens in einer Psychotherapie auch nix anderes. Oftmals wissen wir nicht was wir wollen und es fällt und schwer klar zu sein. Das ist etwas das man üben kann und ich finde diese kleine Übung ist eine tolle Hilfestellung.

In diesem Sinne: happy Wünschen.

Liebst,

Madlén Boheme 🌙