Weekender auf Usedom mit PaulCamper

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Weekender Paul Camper

PaulCamper

Letztes Wochenende war ich mit einem Bus an der Ostsee zum Campen. Genauer gesagt auf Usedom, mit einem Fiat Pössl, den ich über die Camper Sharing Plattform “PaulCamper” gebucht hatte. In diesem Jahr habe ich nämlich die große Freude, Euch in der Kategorie “Weekender mit Madlén Boheme” insgesamt vier Mal an die schönsten Orte in Deutschland mitzunehmen, jeweils ein verlängertes Wochenende und immer mit einem anderen tollen Gefährt unter meinen sechs Buchstaben.

Was Euch in diesem Artikel und auf der Reise erwartet?

  • Wie kann ich einen Camper über PaulCamper mieten?

  • Wie zur Hölle fahre ich so ein 6m langes Schiff?

  • Der schönste Campingplatz der Insel!

  • What to do auf Usedom?

  • Was kostet der ganze Spaß?

Buchung, Versicherung & Kaution

Wer mir schon länger folgt weiß, dass ich bereits im letzten Jahr für neuen Tage einen Bus (damals einen 28 Jahre alten VW T3) bei PaulCamper gebucht habe und damit über die Dolomiten bis zur italienischen Adria gefahren bin, das Buchungs-Prozedere war mir also nicht unbekannt. Die Plattform funktioniert wie Air Bnb aber eben für Busse, Camper und Vans, in denen man leben und reisen kann. Also mindesten eine Schlafmöglichkeit sind in der Ausstattung auf vier Rädern vorhanden und in der Regel Kochplatten, bishin zum Kühlschrank, einer Spüle oder eben auch Nasszelle mit Dusche und Toilette. Camper sind so vielseitig wie Automobile im Allgemeinen, man hat quasi die Qual der Wahl. Wenn du einen Bus mieten willst, einfach ab auf die Website, Wunschort-und Datum eingeben und schon werden dir alle verfügbaren Gefährte in deiner Umgebung angezeigt.

Wenn du deinen Traumcamper gefunden hast schreibst du den Besitzer an, denn PaulCamper gehören diese nicht selbst, sondern es sind Privatpersonen die ihre Lieblinge hier mit der Allgemeinheit teilen. Nachdem ihr also per Buchungsanfrage kurz gequatscht hab, kann die Buchung stattfinden. Dabei übernimmt Paul Camper alle wichtigen Serviceleistungen und klärt Versicherungen und Co. ab. D.h. du bist mit dem Bus/Camper versichert und musst maximal 750€ Selbstbeteiligung im Schadensfall bezahlen, hast aber auch die Möglichkeit (mit einer kleinen Extrazahlung) diese auf 250€ herabzusetzen. Für jeden Camper hinterlegst du außerdem während der Buchung eine Kaution (bar oder Überweisung), welche zwischen 700€ und 1000€ beträgt. Ach und: du brauchst natürlich einen Führerschein, der i.d.R. mindestens drei Jahre alt ist, Klasse B genügt.

Photo: Paul Camper

Photo: Paul Camper

Camper Claus aus Connewitz

So schön ein charmanter alter VW Bus sein kann, diesmal wollte ich gern ein modernes Gefährt, mit dem ich auch ohne lautes Tosen in den Ohren bei 140km/h über die Autobahn schiessen kann. Deshalb hatte ich mich für den Fiat Pössl Globecar namens Claus entschieden. Das Mobil ist mit allen Finessen ausgestattet. Er hat eine super gemütliche und breite Schalffläche (192x146cm), verfügt über ein kleines Bad mit Dusche (wir haben es aber nicht genutzt), eine gemütliche Sitzecke, reichlich Stauraum, eine Heizung, Kühlschrank und zwei Gaskochplatten. Außerdem ist er mit allen wichtigen Utensilien von seinen äußerst charmanten Besitzern Andy und Anja ausgestattet (Geschirr, Yogamatten, Putzsachen, Campingtisch und Stühle…etc.), ganz Verrückte können sogar Fernsehen :D

Wie zur Hölle fahre ich so ein 6m langes Schiff?

Viele haben mir gesagt, dass sie sich nicht trauen würden so einen Bus/Wohnmobil selbst zu fahren. Glaubt mir, ich war auch aufgeregt, aber es ist wirklich ok. Wenn du eh regelmäßig Auto fährst, ist dass dann meist kein Stress, natürlich muss man sich erstmal daran gewöhnen, vor allem an die Länge. Ich würde zu Beginn vielleicht kein großes Wohnmobil mieten, sondern einen Van, die sind kleiner und man kann sich ja vom Reisebuddy immer beim Einparken und Co. helfen lassen. Die neueren Modelle haben (wie Claus) auch eine Rückfahrkamera, einfach ruhig bleiben, mutig sein, man kann in der Regel alles.

Weekender Paul Camper
Weekender Paul Camper
Paul Camper

Die Übergabe

Am Karfreitag haben wir dann mittags Claus abgeholt, bevor ihr jedoch mit dem Gefährt zu eurer Destination saust gibt es immer eine Übergabe. Hier solltet ihr ausreichend Zeit einplanen. Von eurem Vermieter bekommt ihr dann den Camper allumfassend erklärt (Stromanschluss, Gas-und Wasserversorgung, Raffinessen beim Tanken und Fahren etc.). Ihr könnt jedoch jederzeit eurem Vermieter als auch PaulCamper selbst während eures Trips kontaktieren, wenn ihr hier Unklarheiten oder etwas vergessen habt. Bei den beiden letzten Buchungen hatten wir immer sehr gut vorbereitete Vermieter, die uns alles auch nochmal in Form eines kleinen Handbuchs schriftlich im Bus hinterlegt hatten, dass ist einer der vielen Vorteile des guten Briefings der Besitzer durch die Plattform.

Mein Tipp: schreibt euch die wichtigsten Punkte auf, macht Fotos vom Camper und fragt lieber drei Mal nach, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

Nach der Übergabe haben wir dann unsere sieben Sachen geschnappt und sind die knapp 500km direkt nach Usedom, genauer gesagt Stubbenfelde bei Ückeritz geschossen.

Weekender Paul Camper

Campingplatz Stubbenfelde

Weekender Paul Camper
Campingplatz Stubbenfelde

Der Campingplatz ist wirklich traumhaft schön hinter der Düne und direkt im Kiefernwald gelegen. Es gibt einen Fahrradverleih, sogar ne Bowlingbahn, ein Restaurant, sauber Sanitäranlagen und man kann am Morgen im Bistro frische Brötchen kaufen oder sich auch hier verpflegen lassen. Wir haben in den knapp vier Tagen fast immer brav vor oder im Bus gegessen und gekocht, dabei ca. 3902 Liter Kaffee und gut drei Kilo Nudeln verdrückt.

Weekender Paul Camper
Paul Camper
Weekender Paul Camper
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Usedom - Radel, SUPen und leider kein Surf!

Usedom

Das Beste aber an dem Campingplatz ist dessen Lage. Man hat direkten Zugang zu einem unberührten Stück Ostseestrand, welches ohne viel Touris und Strandkorbvermietung daherkommt. Einfach nur Natur, außerdem beginnt hinter der Düne direkt der Radwanderweg, welchen wir zwei Tage lang und insgesamt 60km abgefahren sind. Wer denkt, dass hier entspanntest Radeln auf rein ebener Fläche stattfindet, der täuscht. Es geht über Schotterpisten, 16% Gefälle und durch Wälder in die nächsten Ostseebäder. Am ersten Tag sind wir über Ückeritz und Bansin bis nach Heringsdorf gefahren und an Tag 2 über Zinnowitz bis Karlshagen. Unser eigentlich Stop war hier ein Stand UP Paddle Verleih, der leider zu hatte, Pech für uns. Und obwohl der Wettergott zu Ostern mit blauen Himmel und Sonnenschein auf unserer Seite war, gab es leider keinen Nord-oder Ostwind, bei dem wir hätten Surfen können, dann eben beim nächsten Mal! Dafür habe ich aber mein neues Surfskate dabei und dieses angetestet…mehr oder weniger erfolgreich.

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Usedom
Surf & turf

Wer sich viel bewegt, muss natürlich viel Essen, Kuchen, Fischbrötchen oder das Surf&Turf der Ostsee: Schnitzel mit Lachs und Spargel standen auf unserem kulinarischen Programm, geil wars. Auch wenn man in den Ostseebädern die Vermutung anstellen könnte, dass man Style technisch und auch bei der Inneneinrichtung Ende der 90er hängen geblieben ist, Futtern geht ganz hervorragend.

Bild im Strandkorb darf nicht fehlen :D

Bild im Strandkorb darf nicht fehlen :D

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Skate

Was kostet so ein Weekender?

Ich war das Wochenende natürlich nicht alleine unterwegs, sondern mit meiner lieben Freundin Anne. Insgesamt hatten wir ein Budget von 700€, was sich wie folgt aufgeteilt hat:

  • Campermiete für 3,5 Tage: 373 €

  • Campingplatz für 3 Nächte einen Camper/2Personen: ca. 70€

  • Spritkosten: 130€ (Diesel)

  • Verpflegung: ca. 100 (inkl. 2 Mal Essen gehen, da wir leider nicht SUP/Surfen konnten)

  • Aktivitäten (Fahrradverleih): 30€

= ca. 700€, d.h. 350€ pro Person für knapp 4 Tage.

Das war also der erste Weekender mit Madlén Boéme und PaulCamper. Im Juli gehts weiter.

Seid ihr schon mal mit einem Camper/Bus unterwegs gewesen?

Liebst,

Madlén